Western Region
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Die Western Region (WR) war eine von sechs Regionen der British Railways ab 1948. Die Erkennungsfarbe war brown, wobei es anfangs auch Versuche mit schwarz gegeben hatte.

Sie bestand aus dem Streckennetz der früheren Great Western Railway (GWR).

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Im Laufe der Zeit gab es immer wieder Anpassungen und Verschiebungen:
1958 wurden bisherige Strecken der London Midland Region in Süd-Wales zur WR verschoben.
1963 kamen die Strecken westlich von Birmingham zur London Midland Region. Dafür kamen alle Strecken der Southern Region westlich von Exeter zur WR, darunter auch die berühmte Somerset and Dorset Joint Railway (S&DJR).
1974 wurde die Chiltern Main Line der London Midland Region zugeschlagen.

Geografische Gliederung

Das Gebiet der Western Region erstreckt sich, wie der Name schon sagt, in den westlichen Teil von England. Insbesondere einen Großteil von South West England (Südwestengland), welches das feuchteste Klima und die größten Steilküsten der Insel hat. Traditionell wird diese Gegend auch oft noch mit West Country oder Wessex bezeichnet.
Hier begann 1838 mit der Eröffnung der ersten Teilstrecke zwischen London und Taplow die Geschichte der GWR Broad Gauge (Breitspur). 1841 erreichten die Schienen mit einer Spurweite von 2140 mm dann Bristol. Auch war es die Great Western Railway die 1839 die weltweit erste kommerzielle Telegrafenleitung in Betrieb nahm.

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Anfangs lag die Grenze der beiden Regions viel weiter im Norden (gestrichelte Linie) lupeqatth.gif

Bereits ab 1807 wurde diese Spurweite aber von der ersten Pferdeeisenbahn der Welt, der Oystermouth Railway in Süd-Wales verwendet.

Anders als bei Schottland, wurde aus Wales nicht einfach eine eigene Region. Wales wurde geteilt, der Norden ging an die LMR, der Süden an die WR. Wobei sich die Grenze der beiden Regionen durch verschiedene Anpassungen immer weiter nach Süden verschob.

Die Küste von Wales wird durch Steilküsten und weitauslaufende Strände geprägt. Im Landesinneren befindet sich das Kambrische Gebirge (Cambrian Mountains) aus, das sich fast durch ganz Wales zieht.

Im Westen von Wales fährt auch die Vale of Rheidol Railway, eine der wenigen Schmalspurstrecken der British Railways. Ihre Lokomotiven waren die einzigen britischen Dampflokomotiven, die jemals in der Farbgebung Rail Blue lackiert wurden. 1989 wurde die Bahn privatisiert und ist nach wie vor in Betrieb

In Süd-Wales lag auch die Wiege der Dampflokomotive. Auf der Grubenbahn-Strecke des Eisenwerkes Pen-y-Darren in Merthyr-Tydfil hatte Trevithicks erste Dampflokomotive am 21. Februar 1804 ihre Jungfernfahrt.

Teile von Wales wurden seit dem 18. Jahrhundert industrialisiert. Kohle, Kupfer, Eisen, Silber, Blei und Gold wurden in Wales ebenso wie Schiefer abgebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beherrschte der Bergbau die walisische Wirtschaft. Damals entstanden hier viele Eisenbahnlinien, wie die Barry Railway, die Rhymney Railway oder auch die Taff Vale Railway, deren Hauptgeschäft der Kohletransport war. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Mitte der 1980er war der Abbau und der Export von Kohle ein bedeutender Teil der walisischen Wirtschaft. Cardiff, die Hauptstadt von Wales, war einst der weltgrößte Ausfuhrhafen für Kohle. 1920 arbeiteten 300.000 Menschen in hunderten von Kohlegruben im Kohlerevier von Südwales. 1995 gab es noch 30 Zechen, 2008 musste die letzte Zeche geschlossen werden, weil die Kohlevorkommen erschöpft waren.

Quellen und Weblinks

http://en.wikipedia.org/wiki/Western_Region_of_British_Railways – Eintrag in der englischen Wikipedia
http://glostransporthistory.visit-gloucestershire.co.uk/locomoWR.htm – WR - Locomotive Depots 1948-59

Weitere Regions

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