Transition Liveries

Mit Transition bezeichnet man die Übergangszeit vor dem Abstellen der letzten Dampfloks 1968.

Vor der Verstaatlichung 1948 (Big Four)

GWR

Die Great Western Railway hatte bis zur Verstaatlichung das Farbschema Brunswick Green mit roten Zierstreifen für Personenzugloks und schwarz für Güterzugloks. Chocolate & Cream waren alle Personenwagen, die Güterwagen waren dagegen dunkelgrau.

LMS

Die London, Midland and Scottish Railway lackierte ihre Loks und Personenwagen in Crimson Lake, einem Farbton, der fast identisch zu dem später von British Railways verwendetem Farbschema Maroon war. Im Zweiten Weltkrieg wurde behelfsweise eine schwarze Lackierung für alle Loks eingeführt. Nach dem Krieg änderte sie ihr Farbschema in Maroon, das jedoch deutlich dunkler war.

LNER

Die Loks der London and North East Railway waren Apple Green mit weißen Zierstreifen bzw. komplett schwarz (Güterzugloks). Die Baureihen A4 und W1 vor dem Umbau waren blau, wobei die ersten vier A4 zur Einführung des Silver-Jubilee-Zuges ursprünglich silber waren. Die Personenwagen in Holzbauweise waren mit poliertem Teakholz verkleidet, diejenigen in Stahlbauweise waren mit einem Teakeffektanstrich versehen. Auch bei der LNER wurden einige Loks im Krieg schwarz lackiert.

SR

Alle Fahrzeuge der Southern Railway mit Ausnahme der Güterzugloks und Güterwagen hatten einen olivgrünen Anstrich.

Lackierungen unter British Railways

Dampfloks

Die meisten Lokomotiven kamen so wie sie gerade waren zu British Railways. Einigen wurde allerdings zuvor das Logo der vormaligen Besitzergesellschaft von diesen in Vorbereitung auf die Verstaatlichung entfernt.
Genauso wie im Jahre 1948 Lokomotiven zwischen den Regionen ausgetauscht wurden, bekamen verschiedene Lokomotiven in diesem Jahr an die Farbschemata der Big Four angelehnte Lackierungen, jeweils mit "BRITISH RAILWAYS" ausgeschrieben anstatt eines Logos. So wurde eine LMS Princess Coronation in LNER Apple Green umlackiert, allerdings mit anderen Zierstreifen. Es gab aber auch ganz neue Varianten, so wurde eine LNER A4 purpur lackiert. 1949 einigte sich die British Transport Comission darauf, Schnellzugloks blau mit weißen Zierstreifen, Personenzugloks GWR-grün mit roten Zierstreifen, Mixed-Traffic-Loks in Schwarz mit roten Zierlinien und Güterzugloks schlicht schwarz zu streichen. Das Early Logo wurde ab diesem Jahr verwendet. Ein Jahr später, 1950, wurde die blaue Lackierung nicht mehr fortgeführt, aber zu diesem Zeitpunkt waren bereits große Teile der Schnellzuglokflotte blau lackiert.
Ab 1956 wurde statt des Early Logo das Late Crest verwendet, allerdings waren bis etwa 1961 Schnellzugloks mit dem alten Logo im normalen Betrieb anzutreffen. Das Late Crest hat die Besonderheit, dass der Löwe darin bis etwa 1959 immer in die vordere Richtung der Lokomotive schaute, aber ab 1959 wurden nur noch nach links blickende Löwen benutzt. Ebenfalls um 1956 herum wurde die Zuordnung einiger Lokomotivbaureihen zu den oben genannten Klassen geändert. Beispielsweise gab es ab 1962 quasi keine schwarzen LNER V2 mehr, da diese recht schnell in Lined Green umlackiert wurden. Auch die Western Region lackierte einige Loks wie z.B. die LMS Ivatt 2MT in Grün, was keine andere Region tat.
Im Jahr 1959 wurden zuallererst in der Eastern Region in der ehemaligen Great Eastern Section die sogenannten "Overhead Flashes" auf den Lokomotiven und auch auf Wagen angebracht. Dies sind gezackte Pfeile, die nach oben weisen und Bahnarbeiter vor den Gefahren der sich zu dieser Zeit verbreitenden Oberleitung warnen sollten. Mit der Elektrifizierung der West Coast Main Line durften einige ex-LMS-Loks wegen ihrer Höhe nicht mehr unter dem Fahrdraht verkehren, diese Lokomotiven kennzeichnete man mit einem weißen Querstrich auf der Führerhausseitenwand.
Etwa ab 1962 wurde das regelmäßige Reinigen der Dampfloks aufgrund des absehbaren Einsatzendes aufgegeben. Einige Dampfloks hatten zum Zeitpunkt ihres Einsatzendes keine erkennbare Farbe mehr.

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Ein sehr altes Farbfoto, dass LNER A3 Class im frühen BR blue zeigt. Die Wagen im Hintergrund sind noch in LNER teak.
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Keine Regellackierung: LNER J72 Class Nummer 68723, die Ortslok von Newcastle, in der Farbgebung Apple Green der LNER mit spätem Logo von British Railways und NER-Wappen.
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Ex-GWR 5200 Class Nr. 5245 in ungewaschener Optik 1964 in Cardiff.

Diesel- und Elektroloks

Dieselloks waren ursprünglich schwarz mit roter Pufferbohle, genau wie die Dampfloks, aber es gab nur wenige Baureihen, die früh genug gebaut wurden, um noch schwarz lackiert zu werden. Beispiele sind die LMS Twins, Class 04 oder Class 08. Diese Loks trugen 10000er-Nummern (Dieselloks) oder 20000er-Nummern (Elektroloks) und reihten sich somit in das Nummerierungssystem der Dampfloks ein.
Etwa gleichzeitig mit dem Wechsel von Early Logo auf Late Crest 1956 wurde das Corporate Design von British Railway festgelegt, dass für Dieselloks ein zunächst dunkles, dann helleres Grün und für Elektroloks "Electric Blue" ein helles Blau – teilweise mit cremefarbenen Fronten – vorsah. Die ersten Dieselloks wie einige Class 15, Class 24 und Class 30 hatten einen hellen Zierstreifen, welcher sich farblich zwischen hellgrün und hellblau bewegte. Einige Class 31 behielten diesen Zierstreifen trotz Full Yellow End bis etwa 1970.
Mit einher ging auch eine Umzeichnung der Lokomotivnummer. Die führende 1 wurde gestrichen und durch ein D ersetzt, die führende 2 durch ein E. Ungefähr ab 1959 wurden dann auch auf diesen Lokomotiven die "Overhead Flashes" angebracht.
Ab 1961 gingen die Headcode Boxes in Betrieb. Kurz zuvor wurden bei allen ausstehenden Lieferungen die Vorgaben geändert, so dass alle ab dann neu ausgelieferten Lokomotiven Headcode Boxen trugen.
Mit den ersten Deltics kam als Variante zum einfarbigen Grün das zweifarbige Grün ("Two Tone Green") auf. Bekannte Baureihen, die diese Lackierungen trugen, waren die Class 14, die Hymeks, die Class 47 sowie einige Class 24 und 25.
Kurz darauf begann die Western Region, ihre Personenzugloks passend zu den Personenwagen Maroon zu lackieren. Sie ging sogar so weit, an einigen Loks statt des Late Crests das Carriage Roundel anzubringen. Weitere Lokomotiven mit Carriage Roundel waren Class 20 und Class 33.

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Eine English Electric Type 4 (Class 40) in BR green mit Split Headcode Box steht 1961 in London Liverpool Street.
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Guter Vergleich zwischen Electric blue (Bildmitte) und BR Corporate Blue (links) an zwei Class AL1 (Class 81). 1967.

Die Warning Panels

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Abk. Bedeutung
GNYP Green no yellow panel
GSYP Green small yellow panel
GFYE Green full yellow end
BSYP Blue small yellow panel
BFYE Blue full yellow end

Wegen der schlechten Sichtbarkeit des Diesellok-Grüns wurden ab 1962 gelbe Warnflächen an den Fronten angebracht. Die genauen Dimensionen dieser gelben Warnflächen unterschieden sich teilweise, je nachdem, wo die Änderung durchgeführt wurde. In der Regel wurde das Warning Panel bei einem Werkstattbesuch angebracht. Diese Variante nennt man Small Yellow Panel. Elektrolokomotiven und der Blue Pullman waren wegen der hellen cremefarbenen Flächen erstmal ausgenommen. Rangierloks erhielten schwarz-gelbe Streifen anstatt eines Panels.
Ab etwa 1965 wurde damit begonnen, die gesamte Fahrzeugfront gelb zu streichen. Hintergrund war ein abzusehendes Gesetz, dass eine bestimmter Anteil der Fahrzeugfront gelb zu sein hat (Dieses Gesetz besteht bis heute). Ein Jahr zuvor, im Jahre 1964, wurde das neue blaue Corporate Design von nun an nur noch British Rail vorgestellt: Rail Blue mit dem Doppelpfeil als Logo. Zunächst war dies aber auf die XP64-Wagen beschränkt sowie auf Class 47 Nummer D1733. Da es aber wichtiger war, die gelbe Fahrzeugfront möglichst schnell an alle Lokomotiven anzubringen, wurden viele Loks nicht in blau umlackiert, während sie ihr Full Yellow End erhielten. Ab dem 09.06.1966 (Lok Nummer D8048) sind viele Loks in das neue Corporate Design umgestrichen worden. Im Detail gab es manchmal Abweichungen, so ist z.B. die Schriftart der Loknummer bei der Umlackierung nicht immer von Serifenschrift auf die neue serifenlose Schriftart geändert worden.
Der D-Präfix der Diesellok entfiel mit dem neuen Design. Mit der Einführung von TOPS 1974 wurden alle Loknummern nochmals geändert.

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Eine experimentelle Form des Speed Whiskers aus dem Jahr 1952, zwei Jahre vor Produktionsbeginn dieser Derby Lightweights.
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BR Class 08 mit experimentellen Warnflächen ca. 1959.
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Ein experimenteller Farbton an Class 25 D5159 1967.
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Die totale Ausnahme: Kein gelbes Panel 5 Jahre nach deren Einführung an Class 33 D6503. Am Haken: Zwei Sets 4TC. Weybridge, 1967.

Multiple Units

Electric Multiple Units waren genau wie die Elektroloks blau, bloß ohne cremefarbenes Fensterband, außer diejenigen der Southern Region, welche grün waren. Diesel Multiple Units waren zunächst hellgrün, dann dunkler grün und trugen mindestens einen gelben Zierstreifen. Zur Verbesserung ihrer Sichtbarkeit trugen sie ab etwa 1958 sogenannte "Speed Whiskers", gelbe dünne gebogene Flächen auf der Front unterhalb der Fenster, die an einen Schnurrbart erinnern. Später trat ein gelbes Warning Panel an deren Stelle und noch später das Full Yellow End.
Auf Motorwagen war das Carriage Roundel (siehe unten), das auch auf höherwertigen Personenwagen Anwendung fand, angebracht, auf Beiwagen nicht.

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Eine sehr seltene Lackierung unter Dieseltriebwagen war GFYE.

Personenwagen

Die Werkstätten der Big Four wurden 1948 erstmal angewiesen, den existierenden Wagen einen Präfix zu geben, der ihre Herkunft angeben sollte. Die vormaligen Gesellschaften wurden dabei von den Wagenseiten entfernt. Dabei stand E für LNER, M für LMS, S für SR und W für GWR. British Railways erprobte in jeder der neuen 6 Regionen je eine Zuggarnitur in Chocolate & Cream, angelehnt an die GWR-Farbgebung, allerdings mit einem helleren braun, und eine in der neuen Farbgebung Plum & Spilt Milk (violett und hellgrau). Das Ziel war, eine Lackierung zu finden, die an keine der 4 Vorgängergesellschaften erinnern sollte. Ende 1949 wurde dann Crimson & Cream für Durchgangspersonenwagen und reines Crimson für Personenwagen ohne Durchgang sowie für NPCCS außerhalb des Personenverkehrs beschlossen. Crimson & Cream bedeutet, dass der Wagen in Crimson ist, aber ein mit je einer gelben Zierlinie abgesetztes cremefarbenes Fensterband hat. Theoretisch sollte also auch über den Fenstern ein crimson-farbener Streifen unter dem Dach sein, dies war aber bei einigen Bauarten wegen der tief heruntergezogenen Dachkante nicht möglich, zum Beispiel bei den LNER Gresley Coaches. Nicht alle Durchgangspersonenwagen haben das cremefarbene Fensterband erhalten, insbesondere von den Mk1 BG gab es einige in "All Over Crimson" ohne Zierstreifen. Das Nummerierungsschema wurde auch überarbeitet, das Herkunftskürzel wurde nun der Wagennummer nachgestellt und als Präfix die Zuordnung zu einer Region hinzugefügt. Meist waren Herkunfts- und Regionskürzel übereinstimmend, aber die Regionskürzel GE (Great Eastern Division der Eastern Region), NE (North Eastern Region) und Sc (Scottish Region) hatten kein Herkunftspendant. Von British Railways neuentwickelte Wagen (Mk1 und Mk2) hatten kein Herkunftssuffix.
Die Wagennummer wurde zunächst auf der linken Wagenseite angebracht, wanderte aber recht schnell auf die rechte Wagenseite.
Etwa ab 1956 wurde das Farbschema Crimson & Cream (manchmal scherzhaft Blood & Custard genannt; Carmine & Cream dagegen ist falsch) aufgegeben und den Regionen die Wahl der Farbgebung überlassen. Die meisten Regionen kehrten zu der traditionellen Lackierung vor der Verstaatlichung zurück: Nach einigen Versuchen mit "All Over Crimson" mit Lining führte die London Midland Region und die Scottish Region Lined Maroon ein, wobei der Zierstreifen nun gelb-schwarz-gelb war. Non-corridor-Wagen wurden ebenfalls maroon gestrichen, erhielten aber erst ab 1958 wieder eine Linierung. Die Western Region führte ebenfalls allgemein Maroon ein und lackierte sogar einige Lokomotiven passend dazu. Für die höherwertigen Züge kehrte die Western Region zu den traditionellen GWR-Farben Chocolate & Cream zurück, wenn auch diese Praxis ab ca. 1962 nicht mehr fortgeführt wurde. Grund dafür waren die Auslieferungen von neuen Wagen mit besseren Commonwealth-Drehgestellen, Probleme mit der Reinhaltung der creamfarbenen Flächen sowie die vormalige Notwendigkeit des Vorhaltens von Reservewagen in Chocolate & Cream. Die Southern Region kehrte zum Grün zurück, dass vorher bereits für die EMUs verwendet wurde. Die Eastern Region führte Versuche mit imitiertem Teakholzanstrich an Mk1-Wagen durch, folgte dann aber den meisten Regionen und nutzte fortan auch das Lined-Maroon-Farbschema.
1958 war der Anteil an Crimson-und-Cream-Wagen noch bei über 65%,aber schon 1960 war er auf 10% gesunken und im Folgejahr gab es so gut wie keine mehr.
Ein Wechsel von Pinsel- zu Sprühtechnik in den Werkstätten sorgte kurz darauf dafür, dass die Enden nicht mehr schwarz, sondern ebenfalls Maroon lackiert wurden.

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Nach dem Ende von Crimson & Cream wurde an den Wagen, die für hochwertige Verkehre vorgesehen waren, das Carriage Roundel von British Railways angebracht. Theoretisch gab es zwei Varianten mit nach rechts oder nach links schauendem Löwen. Praktisch ist nur die Variante mit dem nach links blickendem Löwen zum Einsatz gekommen.
Im August 1962 erging die Order, dass Wagen, die überholt wurden, einen gelben Strich entlang der Dachkante bekommen sollten, um 1.-Klasse-Bereiche zu kennzeichnen. Ebenso sollten rote Striche auf Catering-Bereiche (Restaurant- und Buffet-Wagen) hinweisen. Ab ca. 1963 tauchten die ersten Wagen mit diesen Merkmalen auf, zuerst in der Southern Region.
Auf den Hauptstrecken fuhren viele Züge als fest gekuppelte Sets oder zumindest in festen Wagengruppen. Diese kamen auch zusammen in die Werkstätten und wurden also zeitgleich umgestrichen. Auf den Nebenstrecken gab es mehr Rangierbewegungen mit Personenwagen, so dass dort die Vielfalt an Lackierungen größer war, teilweise auch innerhalb der Züge. Da einige Zuggarnituren nur dreimal oder seltener im Jahr benutzt wurden (siehe Beeching Axe), ist es auch kein Wunder, dass einige Personenwagen noch recht lange ältere Farbschemata trugen. Es gibt Hinweise auf ex-LNER-Wagen, die im Jahre 1965 immer noch teakfarben gewesen sein sollen.
In der ersten Zeit existierten Versuche, die Wagen mit unterschiedlichen Lackierungen oder diejenigen mit und ohne Carriage Roundel voneinander zu trennen, aber mit der Zeit vermischten sich die Lackierungen immer mehr. Es existieren Fotos von Zuggarnituren, die drei oder mehr Lackierungen beinhalten.
Mit der Vorstellung des neuen Corporate Designs 1964 wurde Blue & Grey das neue Standardfarbschema. Bis zur Abstellung der letzten Dampfloks 1968 hatte die Mehrheit der Personenwagen dieses Äußere angenommen. Die Regions-Präfixe der Wagennummern entfielen erst mit der Sektorisierung British Rails (1986), obwohl es einige Wagen gab, die ihre Präfixe auch nach Umlackieren noch behielten oder den Sektor als Präfix bekommen haben.

Güterwagen

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Vom Krieg gezeichnete Güterwagen auf ex-LNER-Territorium im Jahre 1948.
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Im Vordergrund graue (ungebremste) und im Hintergrund braune (gebremste) Güterwagen bei Walton an der West Coast Main Line.

Im Güterverkehr erhielt die Ertüchtigung des Fahrzeugparks nach der Verstaatlichung Vorrang vor der Schaffung einer werbewirksamen Identität. Die Wagen erhielten auf der linken Seite Wagennummern mit Präfixen, die im Falle von Ex-GWR-, -LMS-, -LNER- und -SR-Wagen einfach durch Voranstellen des entsprechenden Kürzels (W, M, E und S) entstand, im Falle von British-Railways-Eigen- oder Nachbauten durch ein B mit neuer Wagennummer. Die Private Owner Wagons, die während des Krieges vom Staate übernommen wurden, wurden British Railways überantwortet. Sie erhielten aufsteigende Nummern mit P-Präfixen. Wagen im Bahndienstwesen wurden schwarz lackiert und erhielten ein D für "Departmental" vor ihren eigentlichen Präfix vorangestellt. Des weiteren wurde das Gesamtgewicht in der Nähe der Wagennummer angeschrieben. Auf der rechten Seite stand der Achsstand und ein Kürzel für das Taragewicht (das maximale Ladegewicht) angeschrieben. Die Anschriften wurden generell in weiß gepinselt; auf hellem Untergrund wurde dafür zunächst eine schwarze Fläche vorbereitet.
Die Lackierungen zu dieser Zeit hatten nur den Sinn, vor Verwitterung zu schützen. Sie waren in der Regel farblos. So konnte ein Wagen dunkel Hinweise auf den früheren Besitzer tragen, gleichzeitig aber auch helle Ersatzteile aus Metall oder Holz haben, welche durch den Lack einen leicht silbrigen Glanz bekamen. Dies ist schwer im Modell nachzubilden.
NPCCS wurde allgemein "All Over Crimson" lackiert, wobei es auch Fotos von Fish Vans gibt, die in Crimson-and-Cream-Farbgebung sind, obwohl sie keinen Durchgang besitzen.
Ab 1958 wurde damit begonnen, ein System in den Güterwagenpark zu bringen. Ungebremste Güterwagen ohne Bremsleitungen wurden grau lackiert, alle anderen in braun. Diese Farbe ist am besten unter dem Begriff Bauxite bekannt, da sie dieses Erz beinhaltete. Der offizielle Name war aber "Freight Stock Red". Der genaue Farbton variierte von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit. Bei ungebremsten Wagen mit Bremsleitungen ("Piped") wurden die Bremsschlauchhähne weiß angemalt, ansonsten waren sie aber ebenfalls braun. Die Anschriften wurden ab 1963 mehrheitlich in einer Box auf der linken Seite untergebracht. In der obersten Zeile wurde der Funkname eingetragen ("COVHOP", "VANFIT", "SHOCVAN", "HYBAR" usw., allerdings gab es auch Ausnahmen), in der zweiten Zeile die Gewichtsangaben und in der untersten die Wagennummer. Auf der rechten Seite verblieb die Achsstandanschrift, neu kam das Kreidefeld dazu.
NPCCS wurde entweder Maroon oder Bauxite gestrichen, letzteres vor allem bei Wagen, die nicht mit Personenwagen zusammen verkehren.
Die Departmental-Wagen wurden ab 1964 in olivgrün umlackiert, andere Quellen nennen 1967.
Später wurde der Funkname in den Boxen auf der linken Wagenseite durch das dreibuchstabige TOPS-Kürzel ersetzt.

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Ein vakuumgebremster Güterzug mit überwiegend braunen Wagen, geführt von einer WD Austerity 2-8-0 Class 1967.
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Ein ungebremster Güterzug mit überwiegend grauen Wagen, geführt von LNER ex-NER Q6 Class (0-8-0) Nummer 63397 1967.

Weblinks

http://www.zoo.co.uk/~iainlogan/railway/br1.html — Development of the Corporate Image
http://www.railfaneurope.net/misc/gbnum.html — British Railways Numbering Scheme

Kategorien

Modelleisenbahn

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