Puffing Billy
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Nach Richard Trevithicks ersten Versuchen mit Dampflokomotiven, war es William Hedley, der Direktor der Wylam-Zeche, der einen sehr bemerkenswerten Lokomotiv-Typ in Betrieb nahm.
Die Puffing Billy war von 1813 bis 1862 im Einsatz und stellte sich als sehr betriebstüchtig heraus.
Neben der Puffing Billy wurden in den zwei Jahren darauf noch zwei weitere Lokomotiven dieser Bauart, die Wylam Dilly und die Lady Mary, hergestellt.

Wie schon bei Trevithicks ersten Lokomotiven war auch hier das Problem, dass das Betriebsgewicht der Maschinen so groß war, dass die Schienen diesem auf Dauer nicht Stand hielten. Nach einigen Jahren bekamen die Lokomotiven deshalb zwei weitere Achsen, damit die Last besser verteilt war. So wurden sie zu den ersten vierachsigen Lokomotiven. Der Wasserbehälter ruhte auf einer fünften Achse, die gelenkig mit der eigentlichen Lokomotive verbunden war, ein Art einachsiger Tender.

Nach 1830, nach dem Verlegen moderner Schienen, wurden die zusätzlichen Achsen wieder entfernt und die Räder mit Spurkränzen versehen.

Puffing Billy (heute im Science Museum in London) und Wylam Dilly (im Royal Museum in Edinburgh) sind die ältesten erhaltenen Lokomotiven der Welt.
Über den Verbleib von Lady Mary ist nicht sehr viel bekannt, nur dass sie wesentlich früher schon ausgemustert wurde.
Betriebsfähige Nachbauten der Puffing Billy findet man außerdem im Deutschen Museum in München und im North of England Open Air Museum, südwestlich von Newcastle upon Tyne.

Modelle

Die Firma Micromodels fertigte ab 1947 einen Kartonmodellbausatz der Puffing Billy mit einem Personenwagen in Nenngröße 000.

Quellen und Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Puffing_Billy,_Wylam_Dilly_und_Lady_Mary

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