Diesellokomotiven

Dieser Artikel befasst sich mit Diesellokomotiven in Großbritannien. Diesellokomotiven in Irland werden separat behandelt: Diesellokomotiven in Irland

Erste Versuche Lokomotiven mit Verbrennungsmotor-Antrieb auszurüsten gab es in Großbritannien bereits um 1900. Man experimentierte damals mit benzinbetriebenen Schienenfahrzeugen. Eine der ersten mit Benzin angetriebenen Lokomotiven dürfte die 1904 vom Automobilhersteller Maudslay Motor Company gebaute Rangierlokomotive für die City of London Corporation gewesen sein. Auch die North Eastern Railway experimentierte ab 1903 mit Benzin angetriebenen und benzin-elektrischen Schienenfahrzeugen.

Die Ära der Britischen Diesellokomotiven begann zu Zeiten der Big Four. Die London, Midland and Scottish Railway und die Southern Railway bauten einige Versuchslokomotiven, aus welchen später die Gronks (Class 08 und ff.) werden sollten, aber auch die ersten Großraumdieselloks wie die eindrucksvollen LMS Twins oder Bulleids Pendants gehen auf Entwürfe der CMEs der Privatbahnen zurück. Die Great Western Railway war für ihre Triebwagen bekannt, darunter die berühmten Flying Bananas.

Unmittelbar nach der Nationalisation der Privatbahnen 1948 wurden die Dieselloks in das Baureihenschema der Dampfloks eingegliedert, dafür stand der Nummernbereich 10000 zur Verfügung. Allgemein waren die frühen Diesels schwarz. Mit dem Aufkommen immer mehr Dieselloks nach dem Beschluss des Modernisation Plan 1955 wurde diese Praxis geändert, den Dieselloks wurde nun eine bis zu vierstellige Zahl zugewiesen, begleitet von einem vorangestellten "D". Neue Dieselloks wurden nun grundsätzlich grün lackiert, einige auch zweifarbig grün. Nachdem das Corporate Design nach der Abstellung aller Dampfloks 1968 (Era 6) erneut geändert wurde, kamen seitdem alle Dieselloks im Corporate Blue von der Generalüberholung. Dabei entfiel das vorangestellte "D". Ab circa 1970 wurde das TOPS-System eingeführt, woraufhin alle Loks umnummeriert wurden. Die TOPS-Baureihen ist das gebräuchlichste in UK verwendete Bezeichnungssystem zur Unterscheidung der Diesellokbaureihen und wird auch heute noch verwendet. Das UIC-Nummerierungsschema von 2006 wird in UK nur sukzessive eingeführt, da prinzipiell keine Notwendigkeit zum Austausch von britischen und kontinentalen Lokomotiven vorhanden ist. Dennoch findet man in Polen an "Freightliner PL" abgegebene "Freightliner"-Class-66, welche natürlich die UIC-Beschriftung tragen. Umgekehrt sind auch einige Class 66 in UK nach UIC beschriftet.

Zu den Dieseltriebwagen siehe Triebwagen.

Liste der Diesellokomotiven nach TOPS-Baureihen

Rangierlokomotiven

Class 01
Class 02
Class 03
Class 04
Class 05
Class 06
Class 07
Class 08 bis 13
Class 14

Streckendiesellokomotiven (Type 1)

Class 15
Class 16
Class 17
Class 20

Streckendiesellokomotiven (Type 2)

Class 21 und 29
Class 22
Class 23
Class 24
Class 25
Class 26
Class 27
Class 28
Class 31

Streckendiesellokomotiven (Type 3)

Class 33
Class 35
Class 37

Streckendiesellokomotiven (Type 4)

Class 40
Class 42
Class 43 (Warship)
Class 44
Class 45
Class 46
Class 47 und 57
Class 50
Class 52

Streckendiesellokomotiven (Type 5)

Class 55
Class 56
Class 58
Class 59
Class 60
Class 66
Class 67
Class 70 (diesel)

Hybridloks

siehe auch Elektrolokomotiven

Class 73 und 74

Liste aller vor der Einführung von TOPS ausgeschiedenen BR-Baureihen

Rangierlokomotiven

siehe Hauptartikel Rangierlokomotiven bei British Railways und Industrial

Streckendiesellokomotiven

Class 10000-1
Class 10100
Class 10201-3
Class 10800
Class D20/2

Liste der Dieselloks nach Trivialnamen

Trivialname Class
Andrew Barclay Sons & Co. 0-4-0DM Class 01
Class 06
"Baby Deltic" Class 23
"Baby Warship" Class 22
Birmingham Railway Carriage and Wagon Company Type 2 Class 26
Class 27
Birmingham Railway Carriage and Wagon Company Type 3 Class 33
"Bone" Class 58
British Thomson-Houston Type 1 Class 15
Brush Traction Type 2 "Skinheads" Class 31
Bulleid's Class 10201-3
Clayton Equipment Company Type 1 "Claytons" Class 17
Brush Traction Type 4 Class 47
Class 57
"Choppers" Class 20
"Cyclop" Class 67
BR Derby Type 2 Class 26
Class 27
BR Derby Type 4 "Peaks" Class 44
Class 45
Class 46
"Daddy Yings" Class 59
"Deltic" Class 55
Drewry 0-6-0DM Class 04
"Duffs" Class 47
English Electric Type 1 Class 20
English Electric Type 2 Class 23
English Electric Type 3 Class 37
English Electric Type 4 Class 40
Class 50
English Electric Type 5 Class 55
"The Fell Diesel Locomotive" Class 10100
"Fourties" Class 40
"Gridirons" Class 56
"Hoovers" Class 50
Hunslet 0-6-0DM Class 05
"Hymek" Class 35
JA Class 73/0
JB Class 73/1
LMS Twins Class 10000-1
"MacRats" Class 26
Class 27
Metropolitan-Vickers Type 2 "Metrovicks" Class 28
North British Locomotive Company Type 1 Class 16
North British Locomotive Company Type 2 DE Class 21 und 29
North British Locomotive Company Type 2 DH Class 22
North British Locomotive Company Type 4 Class D20/2
"Powerhaul" Class 70 (diesel)
"Rat" Class 24
Class 25
Ruston & Hornsby 0-6-0DE Class 07
"Sad Eyes" Class 21 und 29
"Shed" Class 66
"Skip" Class 67
Sulzer Type 2 Class 24
Class 25
Sulzer Type 4 Class 45
BR Swindon 0-6-0DH Class 14
BR Swindon 0-6-0DM Class 03
"Teddy Bear" Class 14
"Thousands" Class 52
"Tractors" Class 37
"Tug" Class 60
"Warship" Class D20/2
Class 42
Class 43
"Western" Class 52
"Whistlers" Class 40
"The Wonder Engine" Class 10800
"Ying-Ying" Class 66
Yorkshire Engine Co. 0-4-0DH Class 02

Erklärung der Abkürzungen

0-4-0 und 0-6-0: siehe Whyte Notation
DE: dieselelektrische Kraftübertragung
DH: dieselhydraulische Kraftübertragung
DM: dieselmeschanische Kraftübertragung

Siehe auch

Class 43: High Speed Train

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