Class 121 und 122

Class 121

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Gebaut wurden die Dieseltriebwagen ab 1960 von der Pressed Steel Company im Auftrag von British Railways, um vor allem auf den Nebenstrecken der Western Region (West-London bis Cornwall) die bis dahin eingesetzten ehemaligen GWR Railcars und dampflokbespannten Autotrains zu ersetzen. Die Triebwagen wurden unter den Nummern 55020 bis 55035 eingereiht. Dazu kamen noch 10 Stück unmotorisierte Beiwagen, welche zunächst unter den Nummern 56280 bis 56289 eingereiht wurden. Die unter den Eisenbahnfreunden als Bubble Cars bezeichneten Fahrzeuge hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 70 mph (110 km/h), Slam Doors (unmotorisierte, nach außen aufgehende Türen bei jedem Sitzabteil), Unterflurmotor mit den charakteristisch geschwungenen Abgasrohren an nur einer Stirnseite, Schraubenkupplungen und Vakuumbremsen. Die Einheiten waren 19,66 m lang und wogen 38 t (Beiwagen 29,8 t). Einzelne Exemplare dieser Baureihe erlebten sogar noch Planeinsätze bei privaten EVU , wie z. B. bei Arriva Trains Wales und Chiltern Railways. Die staatliche Infrastrukturgesellschaft Network Rail hat ebenfalls einige Exemplare in ihrem Bestand. Bei diversen Museumsbahnen konnten 5 Motor- und 2 Beiwagen – zum Teil in den Ursprungszustand zurückversetzt – erhalten werden.

Class 122

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Die Triebwagen der Class 122 waren das Pendant der Class 121 für die London Midland Region. Es wurden 20 Stück von Gloucester RC&W gebaut (55000 bis 55019). Drei Stück sind auch nach Schottland gekommen (55013 bis 55015), welche 1980 zu Parcels DMU umgebaut wurden. Ab ca. 1987 kamen einige Class 122 auf Nebenstrecken in Südwales und Cornwall zum Einsatz.
Die Maße weichen leicht von denen der Class 121 ab, auch sind sie anders motorisiert (nämlich gleich den GWR Flying Bananas). Am besten kann man die beiden Typen an der Front unterscheiden: Triebwagen der Class 122 haben Auspuffrohre, die sich oben auf dem Dach berühren und 2-Digit Headcodes unterhalb der Frontscheiben, Triebwagen der Class 121 haben 4-Digit Headcodes am Dachansatz.

Modelle

00: Class 121, Lima (später Hornby)

Der Grund dafür, dass die Triebwagen der Class 121 wesentlich bekannter als die Triebwagen der Class 122 sind, ist im Lima-Modell zu finden. Die Formen dieses Modelles, welches nicht heutigen Detaillierungsstandards entspricht, ist inzwischen in den Besitz von Hornby übergegangen und kann demzufolge theoretisch jederzeit wieder auf dem Markt erscheinen.
Folgende Lackierungsvarianten hat es gegeben:

00: Class 121 und 122, Dapol 2012

Am 21.12.2012 hat Dapol angekündigt, diese Modelle in einigen Varianten anzubieten. Für Hattons of Liverpool werden einige Lackierungsvarianten als Limitierte Serie aufgelegt, die die Class 121 vor allem in ihrem späteren Leben darstellen.

N: Class 121, Dapol 2011

Im Herbst 2011 wurde das Spur-N-Modell des unter britischen Eisenbahnfreunden sehr bekannten Dieseltriebwagens der Class 121 – auch bekannt unter dem Beinamen "Bubble Car" – in mehreren Farb- und Beschriftungsvarianten (z. B. British Rail Green/Speed Whiskers, British Corporate Blue und Network SouthEast) von Dapol an den Fachhandel ausgeliefert. Da dieses Modell auch für mein britisches Layout "Philtown-Branch" sehr gut geeignet ist, möchte ich das Modell in einem kurzen Bericht allen an britischen Bahnen interessierten Lesern etwas näher vorstellen.

Dapol hat unter der Art. No. ND118 das Modell dieses Triebwagens in Spur N (1:148) auf den Markt gebracht. Wie schon von den zahlreichen jüngsten Neuheiten dieses britischen Herstellers bekannt, ist auch dieses Modell fein detailliert und auch technisch auf dem neuesten Stand: das 64 g schwere Modell ist für den Einsatz auf Radien über 263 mm (R2) geeignet, es besitzt einen ausreichend dimensionierten 5-Pol-Motor mit Schwungmasse, welcher die Kraft über Kardanwellen auf die Getriebe in beiden Drehgestellen verteilt. Es werden alle 4 Achsen angetrieben, die brünierten RP25-Räder besitzen traditionell keine Haftreifen. Die beiden Drehgestelle besitzen eine Kupplungsaufnahme nach NEM und sind werkseitig mit Rapido-Kupplungen bestückt, die jederzeit gegen andere Kupplungsvarianten getauscht werden können. Die Modelle sind „DCC-ready“ mit einem Sechspolstecker ausgestattet und sollten laut Herstellerempfehlung mit einem Lenz Silver Mini 10311 o. ä. Decodern bestückt werden – bei mir läuft das Modell mit sehr guten Laufeigenschaften im Analogbetrieb über einen Gaugemaster-Controller. Ein fahrtrichtungsabhängiger Lichtwechsel weiß-rot (LED-Beleuchtung) ist vorhanden. Das recht gute Antriebskonzept dieses Dapol-Modells könnte auch als Industriefahrwerk für Eigenbaumodelle (z. B. kontinentalen Ursprungs) dienen. Das Gehäuse meines Network-Southeast-Modells (in der Epoche etwa von 1986 bis 1994 angesiedelt) ist mehrfarbig lackiert und aufwändig bedruckt. Dank des kompakten Motors ist der uneingeschränkte Durchblick durch den Fahrgastraum mit mehrfärbiger Inneneinrichtung gegeben. Im Fachhandel ist das Modell derzeit (2011) um € 98,79 (als unmotorisierter Dummy um € 48,19) erhältlich.

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Die Fotos zeigen die neue BR Class 121 NSE bei den ersten Probefahrten auf der Philtown-Branch. Die Detailfotos aus der Werkstätte zeigen das Antriebskonzept mit Kardanwelle und Getriebe in den Drehgestellen.

N: Class 122, Dapol 2012

Der Class 121 folgend wurde von Dapol der Triebwagen Class 122 angekündigt. Die Lieferung steht noch aus.

Quellen

  1. Model Rail No. 163, Dezember 2011, S. 24-25
  2. http://en.wikipedia.org/wiki/British_Rail_Class_121
  3. http://www.newrailwaymodellers.co.uk/Rolling%20Stock/model-railway-hornby-locomotive-review-class-121.htm
  4. http://en.wikipedia.org/wiki/BR_Class_122
  5. http://glostransporthistory.visit-gloucestershire.co.uk/GRCW_Class%20119_Class%20122.htm
  6. http://www.rmweb.co.uk/community/index.php?/topic/59711-class-122-in-cornwall/#entry750053

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